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Wärme steigt aus dem Kanaldecke auf

Wärme aus dem Kanal – eine ungenutzte Energiequelle

Wasser ist die wichtigste Ressource der Erde – und bleibt ein Abfallprodukt. Einmal verbraucht, landet es im Abfluss. Dort zu Abwasser geworden, büßt es allerdings nicht viel an Wärme ein. Im Gegenteil: Mit einer Durchschnittstemperatur zwischen 15 und 25° C bleibt das Schmutzwasser das ganze Jahr über reich an Energie. Rund 210 kW thermischer Energie können dem Abwasser mit bereits vorhandenen Verfahren entzogen werden.

Dabei wird das warme Wasser der Kanalisation entnommen und über besondere Wärmetauscher geführt. Anschließend wird die gewonnene Energie einer Wärmepumpe zugeführt, mit der das nötige Niveau der Heiztemperatur erreicht wird. Im bayerischen Straubing werden seit einem Jahr rund 100 Wohnungen nach diesem Prinzip mit Heizung und Warmwasser versorgt.

Offizielle Inbetriebnahme durch Umweltminister Markus Söder in Straubing

Vom Umweltminister Markus Söder offiziell in Betrieb genommen, erhielt die innovative Anlage die Auszeichnung als Leuchtturmprojekt des Umweltcluster Bayern. Die Vorbildfunktion leuchtet ein: Wird die Wärme aus dem Kanal genutzt, kann der CO²-Ausstoss der herkömmlichen Heizung um mehr als 80% gesenkt werden.

Potential in Abwasserwärmenutzung

Neben der positiven Klimabilanz birgt die Abwasserwärmenutzung auch für den Rohrleitungs- und Anlagenbau großes Potenzial. Mennicke Rohrbau verfügt über langjährige Erfahrung in der Planung sowie im Bau von Pumpwerken, Anlagen und Rohrleitungen. Bei aktuellen Projekten realisierte Mennicke die Versorgung durch Fernwärme aus unterschiedlichen erneuerbaren Energiequellen wie Biomasse und Geothermie.

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